Startup Lesson 5: Überforderung effizient managen
Mittwoch, 8.Oktober 2008 , Autor: JasonHeute morgen: Frühstücksfernsehen - der Punker mit den alarmroten Pieksehaaren war da und hat gemeinsam mit seiner Mitautorin Kathrin Passig sein neues Buch vorgestellt. Unglaublich seriöser Auftritt von Sascha Lobo - sehr ernsthaft drein blickend und hochkonzentriert argumentierend. Hab ihn auf der next08 am Vorabend im Hahnenkampf mit Simyo-Cheffe Rolf Hansen erlebt - schlagfertig, Witze reißend und vor Selbstbewußtsein nur so strotzend - die leibgewordene Riesenmaschine und inoffizieller Europameister im Twittern…
Sein Thema heute: Wie man den täglichen Kampf mit der Selbstdisziplin verliert und trotzdem glücklich sein kann. Oder auch: Überforderung ist ganz normal und kein Grund zur Panik (…erstrebenswerte Aufschieberitis..?) Und wer nur für die Abarbeitung seiner ToDo-Listen lebt, ist ein armer Wicht. Jo - das kann man als Gründer in einem Startup nur bestätigen. Das Gefühl permanenter nie-enden wollender unendlich langer ToDo-Listen kennt hier jeder von uns. Und das Gefühl, dass wir hier nur noch die Überforderung effizient zu managen versuchen, wohl auch. Die Bettdecke erscheint einem immer zu kurz.
Das war aber nicht von Anfang an so. Bis zum Launch von woobby gab es schöne Arbeitspakete und die wurden - grosso Modo - Monat für Monat schon von uns weggeschafft. Ein gutes Gefühl! Nach Launch war das dann eine ganz andere Tasse Tee. Das nittygritty operative Business mit seinen vielen kleinen Mini-Todos-chen und allminütlichen Überraschungen brachte uns täglich die Extra-Portion Schlechtes Gewissen. Ein klarer Fall: her mit diesem schönen Buch! Oder hier täglich 3x Blog lesen.
Und zum Tagesausklang hier wieder ein paar praktische HOME-MADE Tipps fürs effiziente Managen Eurer Überforderungen - aus Erfahrung klug:
1. Wenn 50% der ToDos auf der Liste am Tagesende abgestrichen sind, war es ein guter Tag!
2. Es gibt noch ein Privatleben vor 24 Uhr - nur nicht vergessen, die Dates auch in den Kalender zu packen
3. Laptops gehören NICHT ins Bett!
4. Eine Wochenplanung machen - die ToDos sind dann viel grobkörniger - und guess what? - Ihr schafft mehr davon und fühlt Euch gleich besser.
5. EINE ToDo-Liste führen und nicht 10 - auch wenn es noch soooo toolle super-duper featured Solutions online dafür gibt auf www.managedichwirr.com (meine Kollegin erwähnt soeben noch die Post-its, die mobile Lösung, die Kladde - also am besten 1 Blatt weißes Papier jeden Morgen und ein Blatt FlipChart jede Woche. That´s it!
6. Nicht das hunderste Priorisierungsverfahren ausprobieren und daran scheitern. Einfach machen. Den Rest macht der gesunde Menschenverstand schon wichtig.
7. Einen Schritt vor den anderen und alles wird gut!
8. Rausgehen, Luft schnappen und wissen, dass es den Herren Bankenvorständen derzeit keinen Jota anders geht…

















