Startup Lesson 17: Qualität und Relevanz user-generierter Inhalte
Montag, 20.Oktober 2008 , Autor: JasonContent is King - das gilt insbesondere für eine Plattform wie woobby. Doch welche Inhalte wollen wir auf unserer Plattform. Da fühlen wir uns so wie Gottschalk und Reich-Ranicki. Oder wie Werder Bremen - Dortmund. Irgendwie ziemlich unentschieden. Und das im Prinzip von Anfang an. Immer der Widerstreit zwischen U- und E-Rankings. Oder doch besser zwischen F- und S-Rankings. Unterhaltung oder Ernsthaft oder Fun und Seriös?
Wie bei Gottschalk und den Öffentlich-Rechtlichen armen Intendanten haben wir schnell erkannt, dass die Quote in der Regel nicht durch hochbildende Künste erbracht wird, sonst ganz einfach über Aktualität und Trash / Fun / Spaß. Dies sind die beiden Treiber für Quote. Kultur ist es leider nicht.
Aber man kann sich ja bemühen, sagt Reich-Ranicki. Tun wir auch. Die Soups of the Day sollen immer wieder Qualitätsmaßstab sein - besser noch als der Deutsche Fernsehpreis - quasi-sozusagen. Aber ähnlich wie Ying und Yang kann das eine wohl nicht ohne das andere sein. Die Hürde für das Erstellen qualitativ hochwertiger Ranglisten ist doch relativ hoch. Wer gibt sich schon die Mühe, die besten Rotweine oder Riesling-Weine bei woobby einzugeben und dann noch genau das Weingut, den Jahrgang und Details zum Geschmack abzugeben. Etwas viel Mühe, die wir von unseren Usern erwarten.
Und wenn sich dann ein Riesling-Kenner unter den Nutzern unserer Plattform befindet, dann ist da noch die Hürde zu nehmen, dass der eigene - doch immer subjektive Geschmack - vielleicht kein Qualitätskriterium sein kann. Wer weiss denn schon, wer eigentlich den Literatur-Nobelpreis zu Recht verdient hätte. In diesem Jahr oder im nächsten? Die Kriterien sind immer angreifbar. Und so auch jedes subjektive Ranking - und das sind ja doch die meisten.
Und hat der Nutzer diese schwierige Hürde genommen - die sich ja vorrangig in seinem eigenen Kopf abspielt - dann ja dann muss er noch die Bequemlichkeitshürde überwinden. All das lässt es dann einfacher und weniger rechtfertigungsbelastet erscheinen, ein “weniger anspruchsvolles” Spass-Ranking zu erstellen. Das geht auch meistens aus dem Kopf oder besser noch dem Bauch heraus. Man braucht kein Wikipedia und keine Recherche zu betreiben. Das flutscht so raus.
Wir haben uns dies Phänomen sehr lange angeschaut. Habe diese und jene Meinung darüber gehabt. Und diskutiert. Und sind zu dem Schluss gekommen: über Qualität und Relevanz läßt sich trefflich streiten. Nicht nur zwischen Gottschalk und Reich-Ranicki, sondern auch zwischen nahezu jedem Woobbie. Also doch besser “Laissez- faire”. Ja genau - und wer nicht weiß, was damit gemeint ist, der findet zumindest eine Ranking zu diesem - sehr weitgreifendem - Terminus und zwar hier bei woobby.
Entscheidet halt selbst, was Euch besser gefällt und was für Euch Relevanz bedeutet.


















axel-ratzer.de » Blog Archive » Start-Up Lessons im woobby Blog sagt:
21.Oktober 2008
[...] bei der Gründung und Führung des Start-Ups woobby gesammelt hat. Mittlerweile existieren schon 17 (Stand: 21.10) interessante Beiträge, die einem einen Einblick in die Gründungs und Start-Up [...]