Startup Lesson 19: Was man bei Softwareentwicklung mit Ruby on Rails beachten sollte (1)

Mittwoch, 22.Oktober 2008 , Autor: Jason
Erstellt in Kategorie Technik
Quelle: © S. Hofschlaeger / PIXELIO

Quelle: © S. Hofschlaeger / PIXELIO

“Hättättä” - irgendwie klingt mir da ein alter Sketch mit Otto in den Ohren - dieses “Hättättä.” Also, wenn wir die Uhr zurückdrehen könnten, dann hätten wir heute einige Dinge anders gemacht. Eines der Top “Hättättä ich heute anders gemacht” ist sicher nicht die Entscheidung für Ruby on Rails gewesen. Auch wenn uns grad diese Software schon das ganze Jahr 2008 soviel Mühe und Ärger bereitet.

Wir - drei fröhliche Kaufleute - haben damals als eine der ersten strategischen Entscheidungen der Firma, die zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal gegründet war, entschieden, dass wir auf Ruby on Rails setzen und nicht die Mainstream-Software PHP zum Aufbau der Plattform woobby.com einsetzen.


Wir fanden die Entscheidung damals - im April 2007 - mutig. Aber wir konnten sie auch begründen. Wir hatten uns mit 5-6 unterschiedlichen Programmierern unterhalten und uns mit den für unser Vorhaben geeigneten SW-Lösungen auseinandergesetzt - so wir das eben konnten. Die knappe Mehrheit der Gesprächspartner hat uns damals empfohlen, Ruby on Rails einzusetzen. Warum? Flexibilität, agile schnellere Softwareweiterentwicklungsmöglichkeiten. Und vor allem - viel weniger Code!!!

Effizient, schlank, logisch, schön, durchdacht, reduziert, strukturiert, rational, einfach, leistungsfähig - all das waren die Attribute, mit denen uns die Vorteile von Ruby on Rails gegenüber PHP geschildert wurden.

Ein fetter Nachteil lag allerdings auch auf der Hand: zu der Zeit gab es aufgrund der Startup-Schwemme Anfang 2007 sowieso nur wenig freie Programmier - wir haben ja bis heute keinen festen Proggie vor Ort!!! - und die konnten fast alle PHP, aber nur einige seltene Spezies Ruby on Rails. Warum? Janz einfach: Datt ding war noch frisch. Also kurzer software-historischer Exkurs (ob es irgendwann in der Zukunft mal ein Software-Museum geben wird - mitm ausgestopften Billyboy?):

Wie die Software Ruby on Rails entwickelt wurde:

Yukohiro “Matz” Matsumoto hat 1995 die vollständig objektorientierte Programmiersprache Ruby in Japan entwickelt. Hervorzuheben ist die klare Syntax dieser Sprache, die einen sehr eleganten Programmierstil ermöglicht. Matze wollte, dass Programmieren Spaß macht und keine stumpfsinnigen Arbeiten umfasst - also: Reduce to the MAX! Naja - und weil die Männer von Nippon downtown lieber japanisch programmieren als english, sind die Naturschönheiten dieses Codes in der ersten Zeit fein auf der Insel der kleinen Bonsais geblieben. Erst vor wenigen Jahren ist dann das ganze ausreichend auch in the country of software origin translated worden.

Ein Däne mit dem schönen Namen David Heinemeier Hansson hat dann ein Projektmanagementsystem namens Basecamp für seine Firma 37signals entwickelt. Und da er dieses Framework auf der Basis von Ruby auch noch für anderen Anwendungen wiederverwenden wollte, hat er das ganze extrahiert und Mitte 2004 als Open Source Projekt mal eben open beta auf die Schiene gesetzt - und passenderweise Rails genannt. Anfang 2006 ist dann das erste Release von Ruby on Rails entstanden…Also quasi noch ein Baby - als wir die Entscheidung getroffen haben, für unser Baby woobby auch Software auf Rädern einzusetzen.

Und dementsprechend - um die langgestreckte Kurve noch grad zu kriegen - gab es halt n paar Amis, die das in 2007 schon konnten und relativ wenige deutsche SW-Schrauber, die bei Ruby nicht an Ruby Tuesday dachten, sondern an spassiges, einfaches, effizientes Programmieren mit gaaaaanz wenig Code. Und diese wenigen Könner waren nicht nur knapp, sondern auch teuer. Naja…und da haben wir erstmal lange gesucht…und dann wollten wir definitiv nicht 1000 Euro Tagessatz zahlen für so einen Ruby-Künstler…Ist ja auch irgendwie verständlich…aber hättättä ich heute wohl ein wenig anders gemacht… Wie und warum? Morgen in Teil 2…Hättättä…


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Eine Antwort to “Startup Lesson 19: Was man bei Softwareentwicklung mit Ruby on Rails beachten sollte (1)”

  1. ischroedi.de - Web2.0, SEO, RubyOnRails, Rails » » Startups mit RubyOnRails sagt:

    23.Oktober 2008

    [...] die mit RubyOnRails ihre Plattform aufbauen wollen. Townster ist einer (sorry war einer), der RankingSpezialist Woobby ist ein weiterer der auf das moderne WebFramework RubyonRails aufsetzt. Auch wir haben mit der [...]

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