Startup Lesson 22: Antworten auf die zehn goldenen Fragen für jedes Startup (Teil 2)

Mittwoch, 29.Oktober 2008 , Autor: Jason
Erstellt in Kategorie Web 2.0


Die Fragen 1-3 des Fragebogens für alle Startups in Krisenzeiten (und darüber hinaus) befassten sich mit den Kernfunktionen des Angebots, dem Problemlösungspotential sowie der Frage Produkt oder Feature. Wahrlich grundlegende Fragen, die uns Martin von netzwertig da gestellt hat. Und die wir im gestrigen Blogbeitrag ausführlich beantwortet haben. Heute geht es weiter mit Teil 2 des fröhlichen Frage- und Antwortspiels (Meine Kollegin meinte, gestern seien meine Antworten zu wenig selbstkritisch gewesen. Na, dann heute mal etwas mehr davon):

4. Erreiche ich die von mir anvisierte Zielgruppe?
“Die meisten Webservices versuchen heute, eine möglichst große Zahl an Besuchern anzuziehen.” schreibt netzwertig.

Und Volltreffer: woobby hat keine klar definierte Zielgruppe! Die Ranglisten-Themen auf woobby ziehen sich durch alle Lebens- und Interessensbereichen und sind sowas von Long Tail, dass auch die User, die woobby besuchen, sowas von Long Tail sind. Macht zielgruppenspezifische Marktbearbeitung oder gar Fokussierung nahezu unmöglich - solange es keine Themenchannels gibt…

Ergebnis: Klassische Marketingmaßnahmen erfordern Mega-Budgets (haben wir nicht!) oder zeigen wenig Wirkung, da kaum zielgenau geworben werden kann. Ist ein Problem, keine Frage…

Nur: welche Zielgruppe haben ebay, Amazon, Yahoo!, Google, Wikipedia, Youtube, Flickr? Selbst bei Facebook wird es zunehmend schwieriger, eine klar definierbare Zielgruppe auszumachen…

Nein - keine Sorge - wir wollen woobby definitiv nicht mit diesen Webgiganten vergleichen, aber sie alle hatten per se erst einmal keine spezifische Zielgruppe.

5. Nutze ich das Marketing-Potenzial des Social Webs hinreichend aus?
“Mit einem kontinuierlichen, integrierten und glaubwürdigen Einsatz von Social-Web-Werkzeugen wie Corporate Blogs, Twitter, Präsenzen in sozialen Netzwerken, Social-News-Portalen sowie viralen Videos und Kampagnen lässt sich leicht für Aufmerksamkeit sorgen, die in neue User/Kunden/Kooperationspartner etc. umgemünzt werden kann. Es klingt offensichtlich, doch wird in der Praxis von vielen Startups vernachlässigt.” schreibt Martin Weigert.

Also: wir haben das wirklich nahezu von Beginn an versucht und zwar mit allen Mitteln und Instrumenten…aber die Reichweiten-Effekte sind - um es einmal vorsichtig auszudrücken - für woobby vernachlässigbar gewesen. Was an unserer mangelnden Pfiffigkeit und Kreativität liegen mag, dem vielleicht schlecht vermarktbaren Produkt “Ranglisten” oder aber daran, dass vor und neben uns noch 100 andere Startups auf den selben Trichter gekommen sind. Denn auch die 20.000ste neue Applikation auf Facebook oder MySpace wird nicht mehr den großen Preis im User-Gewinnungslotto ziehen.

Wir haben uns - quasi von Beginn an - ausführlich mit anderen Startups unterhalten. Aber so einfach, wie sich das bei netzwertig anhören mag, ist es definitiv nicht…Und ich bin mir an dieser Stelle sicher, dass mindestens 80 % aller Web 2.0 Startups das hier unterschreiben würden.

6. Was sind die Stärken und Schwächen meiner Konkurrenten?

Haben wir uns natürlich angeschaut. Problem war: es gibt keine wirklich starken Konkurrenten. Das klingt jetzt mit Sicherheit arrogant. Aber ist leider so. Keiner unserer Konkurrenten hat die Probleme lösen können, mit denen wir auch zu kämpfen haben. Keiner ist wie eine Rakete in den Himmel geschossen. Ganz im Gegenteil. Wir wachsen bei den Inhalten 20-30x schneller als unsere drei inländischen Konkurrenten Rankaholics, 7lists und Sternshortlist, und das nun seit Monaten… Aber das bedeutet per se erstmal gar nichts. Leider gibt es auch kein Facebook-Vorbild irgendwo in den USA, nichtmal nen erfolgreiches Ranking-Linkedin. Nicht wirklich. 2-3 größere Spieler global wie rateitall, bestuff und rankopedia, aber keiner hat das Erfolgsgeheimnis bisher für sich (oder uns) entdecken können…oder wir haben etwas übersehen… :-(

Damit es noch etwas spannend bleibt, verschieben wir die Antworten 7-10 auf Teil 3, den Ihr dann morgen hier lesen könnt (so ein bisschen wie GZSZ Startup Blogsoap…)


Du kannst einen Kommentar schreiben, oder trackbacken.
Diese Seite bookmarken: del.icio.us google digg Mister Wong yigg folkd oneview linkarena blinklist furl yahoo webnews

Eine Antwort to “Startup Lesson 22: Antworten auf die zehn goldenen Fragen für jedes Startup (Teil 2)”

  1. Marcus sagt:

    5.November 2008

    Juhu, wir haben für unsere Quizshows eine sehr ähnliche (Un-)Zielgruppe ;-)

Kommentar hinzufügen

[x]
speichern & weitersagen - powered by JottsPlugs