Startup Lesson 23: Antworten auf die zehn goldenen Fragen für jedes Startup (Teil 3)
Mittwoch, 29.Oktober 2008 , Autor: JasonSo nun geht´s zum 3. und letzten Teil des beliebten Startup-Ratequiz: zehn Fragen gestellt von Martin Weigert vom netzwertig-Blog, auf die wir alle gerne Antworten hätten. Und hier unser Versuch:
7. Für was würden meine Nutzer am ehesten zahlen?
Meine Lieblingsfrage für alle Angebote im Internet….wir denken….und denken…
Beim erfolgreichsten Unternehmen im Netz zahlen die User…keinen Cent. Weder in Dollar noch in Euro.
8. Betreibe ich ausreichend und richtige Pressearbeit?
NEIN - klare Antwort. Wir hatten eine - wie wir fanden - gute PR-Agentur. Aber leider war das Ergebnis hoher Investments in 4 Monaten Zusammenarbeit wirklich alles andere als erwähnenswert. Obwohl dieses Thema doch eigentlich ideal für PR-Arbeit sein müsste, geht dies definitiv nicht im Handumdrehen. Hitmeister haben uns auf geniale Weise vorgemacht, wie man PR für Rankings machen kann. Einfach genial. Da haben wir den Hut gezogen.
“Pressearbeit ist wichtig, und richtige Pressearbeit noch wichtiger.” kann man auf netzwertig lesen. JA, JA, aber leider auch: Gute PR kostet sehr viel Zeit und Ressourcen, will sie erfolgreich sein. Von nix kommt nix! Und gerade bei den Ressourcen muss sich ein kleines Startup sehr genau überlegen, wie es seine Resourcen verteilt.
Wir haben mit der “Erfolgsfaktoren im Web 2.0″-Studie, die wir gemeinsam mit der FH Bonn-Rhein-Sieg durchgeführt haben, sehr viel mediale Aufmerksamkeit bekommen und sehr viele andere Startups haben uns zu diesem PR-Coup gratuliert. Aber selbst dieser große Erfolg hat uns nur überschaubare Prozente bei der Reichweitengewinnung gebracht.
9. Wo kann ich Kosten sparen?
“Ganz nach dem Motto “Kleinvieh macht auch Mist” ist es keine Sünde, in schwierigen Zeiten das reichhaltige Gratisangebot von Softdrinks gegen Wasser auszutauschen, ein paar rauschende Champagner-Partys weniger zu feiern oder den 42-Zoll-Plasma-Bildschirm in der Küche vorerst nicht durch einen noch größeren zu ersetzen.” schreibt Weigert.
Mensch, was haben wir eigentlich grad gemacht, als all diese Parties liefen… Oder sind das Phantasien aus der guten alten Zeit der Internet-Blase 1.0?
Klar, haben wir auch ein paar größere Fehlinvestments betrieben, zB. in besagte PR-Agentur. Aber unsere Free Apfelschorle fürs Team kommt von Aldi - genauso wie der Kaffee. Und die reichhaltige Kantine kocht sich selber das Essen und bezahlt es auch. Dabei auch noch günstig und häufig sehr lecker.
Kosten sparen können wir beim Personal. Aber das ist häufig leider das allerwichtigste in einem Startup!
10. Was kriege ich jetzt günstiger als zu Boom-Zeiten?
“Unter Geldknappheit leidende Startups werden sich zu Niedrigstpreisen aufkaufen und hochqualifizierte IT- und Webexperten für weniger Lohn einstellen lassen”
Na - genau - die suchen wir auch: 100 EURO für jeden sachdienlichen Hinweis - und das ist jetzt kein rausgeschmissenes Geld! Aber ob
a) der Ebay-Ausverkauf uns hilft…???
b) IT- und Webleute für Aldi-Preise - eine sehr gewagte Prognose…wie gesagt: 100 EURO Finderlohn für jeden!!!
FAZIT des Eigentests:
Das Produkt ist der Kern: Nutzen, Problemlösungspotential und Usability. Der Rest kommt dann nicht von alleine, aber geht viel leichter von der Hand, wenn das Produkt stimmig ist. Achso ja, die Frage nach dem Geschäftsmodell hat mir gefehlt…
Und einen noch zum Abschluss der essential Top Ten Questions for Startups: Uwe Ramminger von Alles 2 Null hat ein paar Facts aus der Welt von George Weltuntergang Bush gesammelt, die zeigen, dass in gute (gutgehende) Internet-Geschäftsmodelle wie Linked-In (bekamen wohl grad rund 23 Mio Dollars von den Goldman Boys) noch ausreichend Money gesteckt wird. Und er hat zwei Tipps für alle Startupper: Die nix taugen, dicht machen. Und: Aufhören zu jammern!
Schönes Schlusswort, finde ich ![]()



















Andre sagt:
31.Oktober 2008
Danke für die Blumen! Grüße aus der Kölner Fußgängerzone